Auf den Punkt: Google startet Street View-Integration für Project Genie: KI-Modell kann nun echte Orte als Basis für interaktive, imaginäre Welten nutzen. Verfügbar für Google AI Ultra-Abonnenten weltweit, zunächst mit US-Orten.
Google erweitert sein experimentelles KI-Tool Project Genie um eine bahnbrechende Funktion: Nutzer können nun reale Orte aus Street View als Grundlage für interaktive, imaginäre Welten nutzen. Die Technologie wird weltweit für Google AI Ultra Abonnenten verfügbar gemacht.
Project Genie, Googles universelles Weltmodell zur Erzeugung vielfältiger und interaktiver Umgebungen, macht einen bedeutenden Fortschritt. Das System, das bereits von Forschern und Waymo zur Simulation hyperrealistischer Verkehrsszenarien eingesetzt wird, wird nun mit echten Bilddaten von Google Street View verknüpft.
Die neue Funktion ermöglicht es Anwendern, reale Orte in den USA auszuwählen und sie in fantasievolle Welten zu verwandeln. Nach Auswahl eines Ortes über den Maps-Pin können Nutzer Stile wie “Wüstensand” oder “Steinzeit” hinzufügen und ein Charakter beschreiben – von Lieblingstieren über Comicfiguren bis zu Stop-Motion-Monstern. Genie generiert dann eine imaginäre Welt, die in der realen Geografie verankert ist.
Die praktischen Anwendungen sind vielfältig: Man kann sich unter der Golden Gate Bridge beim Tauchen vorstellen oder die legendären Fort Worth Stockyards im Schwarz-Weiß-Filmstil der 1920er Jahre erkunden. Technisch wird dies durch Maps Imagery Grounding ermöglicht – jene Technologie, die auch Entwickler für beeindruckende KI-Visuals mit Street View nutzen.
Ab sofort steht Project Genie allen Google AI Ultra-Abonnenten ($200 monatlich, weltweit für Nutzer ab 18 Jahren) zur Verfügung. Google plant eine schrittweise Expansion der Street View-Funktionalität auf weitere Länder. Das Unternehmen weist darauf hin, dass Project Genie noch ein experimentelles Forschungsprototyp in Google Labs ist und die Details weiterhin verfeinert werden.