Auf den Punkt: 54 Prozent der österreichischen Unternehmen rechnen damit, dass Cyberangriffe am selben Tag zu Umsatzverlusten führen; 57 Prozent der Führungskräfte befürchten persönliche Haftung.
54 Prozent der befragten Unternehmensverantwortlichen in Österreich gehen davon aus, dass ein schwerer Cyberangriff am selben Arbeitstag zu Umsatzausfällen führt. 57 Prozent der Führungskräfte befürchten zudem persönliche Haftung für kritische Cybervorfälle.
Eine aktuelle österreichische Untersuchung zeigt das Ausmaß der wirtschaftlichen Bedrohung durch Cyberangriffe aus Sicht der Unternehmensverantwortlichen. Mehr als die Hälfte der befragten Führungskräfte (54 Prozent) erwartet, dass ein schwerwiegender Cybervorfall noch am selben Arbeitstag zu messbaren Umsatzverlusten führt — ein Indikator für die kritische Abhängigkeit moderner Geschäftstätigkeit von digitalen Systemen.
Parallel dazu geben 57 Prozent der österreichischen Führungskräfte an, besorgt darüber zu sein, persönlich für einen schwerwiegenden Cybervorfall zur Verantwortung gezogen zu werden. Diese Sorge reflektiert nicht nur die zunehmende Eskalation von Cyberrisiken, sondern auch eine spürbare Veränderung in der persönlichen Haftungsperspektive von Entscheidungsträgern — ein Thema, das auch durch regulatorische Entwicklungen wie die NIS2-Direktive in Europa verstärkt wird.
Für CISOs bedeutet diese Datenlage einen doppelten Druck: Zum einen müssen Sicherheitsmaßnahmen auf Geschwindigkeit und Resilienz ausgerichtet sein, um finanzielle Ausfallzeiten zu minimieren. Zum anderen gewinnt die Nachweisbarkeit von Sicherheitsdiligence und Incident-Response-Fähigkeit an strategischer Relevanz, um Führungskräfte vor Vorwürfen vernachlässigter Sorgfalt zu schützen.
Quelle: itwelt.at · Erschienen 29. Juni 2026
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