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KEEQuant, Collaider und noris network zeigen KI-Demonstrator mit Quantenverschlüsselung

Auf den Punkt: Quantengesicherte Infrastruktur in Deutschland könnte KI-Adoptionshürden in regulierten Branchen senken, indem sie Datenhoheit, Transparenz und Post-Quanten-Sicherheit gewährleistet.

Drei Unternehmen haben gemeinsam einen Demonstrator vorgestellt, der generative KI mit quantengesicherter Kommunikation und kontrollierter lokaler Infrastruktur verbindet. Das Konzept adressiert den Hauptgrund, warum KI-Einsätze in Behörden, Finanzdienstleistern und Betreibern kritischer Infrastrukturen scheitern: mangelnde Datensicherheit und fehlende Datenhoheit.

KEEQuant, Collaider und noris network haben einen gemeinsamen Demonstrator entwickelt, der ein neues Betriebsmodell für KI-Anwendungen in sicherheitssensiblen Organisationen aufzeigt. Statt der üblichen Public-Cloud-Ansätze, bei denen Daten extern verarbeitet werden, setzt das Konzept auf eine lokal kontrollierte Infrastruktur mit quantengesichertem Datentransport. KEEQuant steuerte dabei die Sicherheitsarchitektur bei und nutzt Schlüssel, die per Quantenschlüsselverteilung (QKD) erzeugt werden. Diese sichern den Kommunikationspfad zwischen Browser und sprachmodellgestütztem Backend. Imran Khan, Geschäftsführer von KEEQuant, beschreibt dies als Lösungsansatz für den praktischen Einsatz in Umgebungen mit erhöhten Schutzanforderungen.

Collaider brachte die Anwendungsebene ein und verlagerte den Fokus weg von generischen Chatbot-Szenarien hin zu spezialisierten KI-Werkzeugen, die sich in bestehende Geschäftsprozesse integrieren lassen. Michael Klieber, Geschäftsführer und Mitbegründer von Collaider, hebt hervor, dass KI in der Praxis erst dann produktiv wird, wenn sie branchenspezifische und organisationsspezifische Anforderungen im Umgang mit sensiblen Informationen berücksichtigt. Das Unternehmen sieht darin den Schlüssel, KI über bloße Prototyp-Anwendungen hinaus in geschützte Arbeitsumgebungen zu bringen.

Die Betriebsinfrastruktur kommt von noris network, einem IT-Dienstleister mit langjähriger Erfahrung in sicherheitskritischen Sektoren wie Finanzwesen, öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen. noris network verfügt über ISO-27001-, BSI-Grundschutz-, BSI-C5- und EN-50600-Zertifizierungen und investiert in den Ausbau quantenresistenter und KI-fähiger Rechenkapazitäten im deutschen Bundesgebiet. Joachim Astel, Mitbegründer und Chief Regulatory Officer von noris network, betont, dass Organisationen in sicherheitssensiblen Branchen mehr benötigen als nur Modellzugang – sie brauchen eine Betriebsumgebung, die auch vor Post-Quanten-Bedrohungen schützt.

Der Demonstrator stellt einen Ausgangspunkt für zukünftige souveräne KI-Dienste dar und nimmt sich eine zentrale Adoption-Hürde vor: das Fehlen eines vertrauenswürdigen und kontrollierten Sicherheits- sowie Infrastrukturmodells. Damit wird Organisationen mit hohen Datenschutzanforderungen ein gangbarer Weg eröffnet, moderne KI-Technologien einzusetzen, ohne Datenkontrolle, Workload-Lokalität oder Kommunikationspfade aus der Hand zu geben. Das Konzept ersetzt allerdings keine bestehenden Governance- und Compliance-Vorgaben, sondern ergänzt diese um eine technische Vertrauensfundierung.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 25. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.1.

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