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Irangebundene Hacker greifen Medizintechnikkonzern Stryker mit Wiper-Attacke an

  • NIS2

Auf den Punkt: Die irangebundene Hackergruppe Handala hat den Medizintechnikkonzern Stryker mit einer Wiper-Attacke angegriffen und dabei Daten von über 200.000 Systemen gelöscht. Die Attacke betraf Büros in 79 Ländern. Handala begründet die Aktion als Vergeltung für einen US-Luftschlag auf eine iranische Schule im Februar mit massiven Opferzahlen.

Eine dem iranischen Geheimdienst nahestehende Hackergruppe namens Handala hat eine Daten-Wischattacke auf den Medizintechnikkonzern Stryker verübt. Der Michigan-basierte Konzern musste daraufhin Zehntausende Mitarbeiter nach Hause schicken, Büros in 79 Ländern wurden stillgelegt.

Die Hackergruppe Handala (auch als Handala Hack Team bekannt) reklamiert Verantwortung für einen massiven Cyberangriff auf Stryker. Nach eigenen Angaben wurden Daten von über 200.000 Systemen, Servern und mobilen Geräten gelöscht. Der Konzern mit Hauptsitz in Kalamazoo, Michigan, zählt mit 56.000 Mitarbeitern in 61 Ländern und einem Jahresumsatz von 25 Milliarden Dollar zu den führenden Anbietern von Medizin- und Chirurgiegeräten weltweit.

Handala begründet die Attacke als Vergeltung für einen Luftschlag im Februar auf eine iranische Schule, bei dem mindestens 175 Menschen, überwiegend Kinder, getötet wurden. Die New York Times berichtet, dass eine militärische Untersuchung die USA als Verursacher des Tomahawk-Raketenschlags identifiziert hat.

Sicherheitsforscher von Palo Alto Networks ordnen Handala dem iranischen Geheimdienst MOIS zu und vermuten, dass die Gruppe eine von mehreren Online-Identitäten des Akteurs Void Manticore ist, der ebenfalls mit der iranischen Geheimdienst verbunden wird. Handala trat erstmals Ende 2023 in Erscheinung. In einer Stellungnahme auf Telegram erklärte die Gruppe: „Alle beschafften Daten befinden sich nun in den Händen der freien Menschen der Welt, bereit, für den wahren Fortschritt der Menschheit und die Aufdeckung von Ungerechtigkeit und Korruption genutzt zu werden.”

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