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Sicherheitspolitiker fordern Verbot chinesischer Komponenten in kritischer Infrastruktur

Auf den Punkt: Sicherheitspolitiker fordern nach dem Bahnfunk-Ausfall ein gesetzliches Verbot chinesischer Komponenten in kritischer Infrastruktur, um Sabotage und Spionage auszuschließen.

Nach einem Totalausfall des Bahnfunks bei der Deutschen Bahn fordern Sicherheitspolitiker ein umfassendes Verbot von Komponenten chinesischer Hersteller in kritischen Infrastrukturen. Der Vorfall verdeutlicht bestehende Abhängigkeiten und Sicherheitsrisiken.

Am Dienstag kam es zu einem Totalausfall des GSM-R-Bahnfunks bei der Deutschen Bahn. Das System verbindet Leitstellen mit Lokführern – der Ausfall führte zu einer kompletten Sperrung des Zugverkehrs bundesweit, Tausende Fahrgäste waren betroffen. Ursache war laut DB-InfraGo-Chef Philipp Nagl ein Fehler bei der Wartung einer Kernkomponente des Bahnfunksystems. Ein Cyberangriff wurde ausgeschlossen.

Der Vorfall entfachte eine Debatte über die Sicherheit von Elektronik aus China in Deutschlands kritischer Infrastruktur. CDU-Politiker Roderich Kiesewetter fordert in der Augsburger Allgemeinen ein Verbot des Ein- und Verbaus aller Komponenten chinesischer Hersteller. Es gehe nicht um einzelne Firmen, sondern um die „grundsätzliche Nicht-Vertrauenswürdigkeit von Staaten wie China”. Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz warnt ebenso: Dass in den Systemen der Deutschen Bahn zahlreiche Komponenten aus Ländern eingebaut seien, „die unsere kritischen Infrastrukturen gezielt ausspionieren und immer wieder auch sabotieren”, sei unhaltbar.

Auf EU-Ebene hat die Kommission bereits mit einem Gesetzesvorschlag reagiert, der es ermöglichen soll, umstrittene Anbieter von Netzwerktechnik künftig in den EU-Staaten auszuschließen – ohne Firmen oder Länder explizit zu nennen. Konkret adressiert sind damit vermutlich chinesische Anbieter wie Huawei und ZTE. Die EU-Kommission setzt seit Jahren darauf, dass Mitgliedstaaten diese Hersteller aus ihren 5G-Mobilfunknetzen ausschließen, bisher allerdings mit geringem Erfolg. Ein verpflichtendes Regelwerk könnte das ändern.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 26. Juni 2026
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