Auf den Punkt: Mittelständische Unternehmen müssen bei der Auswahl von Security-Partnern Datenlokation, Zugriffsrechte und Jurisdiktion verbindlich klären, statt sich blind auf US- oder israelische Anbieter zu verlassen.
KI beschleunigt Cyberangriffe, wodurch auch kleinere Unternehmen lukrative Ziele werden. Gleichzeitig fördert die wachsende Abhängigkeit von außereuropäischen Security-Anbietern neue Risiken – rechtlich, regulatorisch und operativ.
Die strukturelle Abhängigkeit Europas reicht tiefer: Cloud-Plattformen, Schwachstellendatenbanken wie CVE, Bedrohungsintelligenz und Hardware-/Softwarekomponenten stammen großenteils aus den USA. Europäische Cybersecurity-Unternehmen sind chronisch unterfinanziert, während fehlendes Risikokapital Übernahmen durch US-Tech-Konzerne begünstigt. Regulierung und Beschaffung berücksichtigen digitale Souveränität bislang nur marginal – Ausnahmen wie die BSI-Vorgaben bei 5G-Netzen bleiben selten. Der Hebel für Veränderung liegt bei den öffentlichen Beschaffungsvorgaben: Wer europäische Lösungen in kritischen Bereichen zur Pflicht erklärt, schafft die notwendige Nachfrage und damit die Finanzierungsgrundlage für europäische Anbieter.
Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 25. Juni 2026
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