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NIS2-Richtlinie hebt OT-Sicherheit in Geschäftsverantwortung

Auf den Punkt: NIS2 verpflichtet Betreiber kritischer Infrastrukturen zur strategischen Integration von OT-Sicherheit in ihre Governance-Strukturen.

Die NIS2-Richtlinie verpflichtet Betreiber kritischer Infrastrukturen und Energieunternehmen, Operational Technology (OT) mit der gleichen Sorgfalt wie IT-Systeme zu schützen. Dies macht OT-Sicherheit zur strategischen Aufgabe der Unternehmensleitung.

Die Richtlinie 2022/2555 (NIS2) dehnt ihre Anforderungen auf Organisationen aus, die für die Sicherheit kritischer Infrastrukturen verantwortlich sind – insbesondere in den Bereichen Energie, Verkehr, Wasser und Gesundheit. OT-Systeme, die Produktionsanlagen, Steuerungssysteme und Echtzeitprozesse steuern, fallen damit unter die gleichen Governance- und Schutzpflichten wie klassische IT-Infrastrukturen.

Für CISOs bedeutet das eine Erweiterung des Verantwortungsbereichs: OT-Sicherheit ist nicht länger eine spezialisierte Ingenieur-Angelegenheit, sondern ein Top-Management-Thema. Vorstandsebenen müssen sich mit OT-Risiken auseinandersetzen, da Sicherheitsverstöße direkt auf die öffentliche Ordnung und Versorgungssicherheit auswirken können.

Die praktische Umsetzung erfordert eine Integration von OT- und IT-Sicherheitsteams, eine Bestandsaufnahme von Legacy-Systemen mit begrenzter Updatefähigkeit und die Etablierung von Monitoring sowie Incident-Response-Prozessen speziell für OT-Umgebungen. Die Compliance-Anforderungen schließen auch Dokumentations- und Auditierungspflichten ein.


Quelle: news.google.com · Erschienen 24. Juni 2026
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