Auf den Punkt: Ein groß angelegter Angriff betrifft mindestens 74.000 Fortinet-Firewalls und kompromittiert Administrative-Zugriffe auf Sicherheitsappliances im Kern von Enterprise-Netzwerken.
Sicherheitsforscher identifizierten einen großangelegten Angriff auf Fortinet-Firewalls, der mindestens 74.000 Geräte betrifft. Der Exploit ermöglicht Angreifern, administrative Zugänge zu kompromittierten Appliances zu erhalten.
Unter der Bezeichnung FortiBleed wurde eine kritische Schwachstelle in Fortinet-Sicherheitsappliances ausgenutzt. Sicherheitsforscher dokumentierten umfangreiche Brute-Force-Angriffe auf betroffene Systeme mit Milliarden durchprobierter Passwörter, die auf eine koordinierte Kampagne deuten.
Die Angriffe richten sich gegen Administrationsschnittstellen von Firewalls, um Konfigurationsdaten auszulesen und Authentifizierungsinformationen zu kompromittieren. Fortbestand und Umfang der Kompromittierung deuten darauf hin, dass mehrere Systeme administrative Zugriffe preisgegeben haben.
Für CISOs bedeutet dies ein erhebliches Risiko: Fortinet-Appliances sind häufig zentrale Sicherheitskomponenten in Enterprise-Netzwerken. Eine Kompromittierung ermöglicht Angreifern Bewegungsfreiheit im internen Netzwerk, Umgehung von Sicherheitsrichtlinien und möglicherweise Zugriff auf sensible Systeme hinter der Firewall. Betroffene Organisationen sollten unverzüglich ihre Fortinet-Geräte auf Indikatoren einer Kompromittierung überprüfen, Zugangsrechnungen überprüfen und bei Fortinet Patches einspielen.
Quelle: www.heise.de · Erschienen 18. Juni 2026
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