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Ransomware-Anschläge im Mai 2026 um 48 Prozent gestiegen

Auf den Punkt: Ransomware-Vorfälle erreichten im Mai 2026 mit 698 registrierten Fällen einen Jahreshöchststand, während Angreifer klassische Angriffsmethoden durch profitablere Erpressungskampagnen ersetzen.

Check Point Research verzeichnet im Mai 2026 einen Rekordanstieg öffentlich bekannter Ransomware-Vorfälle um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Obwohl die Gesamtzahl der Cyberangriffe um sieben Prozent sank, deuten die Zahlen darauf hin, dass Angreifer gezielt auf lukrativere Methoden setzen.

Der aktuelle Cyber Threat Report von Check Point Research dokumentiert für Mai 2026 weltweit durchschnittlich 2.055 Cyberangriffe pro Woche und Unternehmen. Dies stellt zwar einen Rückgang um sieben Prozent gegenüber April dar, liegt aber weiterhin über dem Vorjahreswert. Die Sicherheitsforscher bewerten diese Entwicklung nicht als Entspannung, sondern als Strategiewechsel: Angreifer konzentrieren sich zunehmend auf hochprofitable Ransomware-Kampagnen statt auf Volumen-Anschläge.

Besonders bemerkenswert ist die räumliche Verteilung: In Deutschland blieb die Angriffslage mit durchschnittlich 1.318 Vorfällen pro Woche stabil. Österreich verzeichnete ebenfalls nur geringe Veränderungen, während die Schweiz einen Anstieg um sieben Prozent meldete. Branchen-Hotspots in Deutschland sind Energieversorgung, Bildung, Bauwesen, Softwareentwicklung und Telekommunikation. International waren Bildungseinrichtungen mit durchschnittlich 4.641 Angriffen pro Woche die bevorzugten Ziele, gefolgt von Behörden, Telecom-Unternehmen sowie zunehmend Betrieben aus Landwirtschaft, Tourismus und Bauwirtschaft.

Bei den Ransomware-Angriffen selbst zeigt sich ein dramatischer Anstieg: Im Mai 2026 wurden 698 öffentlich bekannte Ransomware-Vorfälle registriert – ein Plus von 48 Prozent gegenüber Mai 2025. Dieser Zuwachs manifestiert sich nahezu in allen Weltregionen. Unternehmensdienstleister waren besonders stark betroffen und verzeichneten eine Vervielfachung der Fälle im Jahresvergleich. Auch Konsumgüterhersteller und Industriebetriebe meldeten deutliche Zuwächse. Über 60 aktive Erpressergruppen waren im Mai tätig, wobei einige große Akteure das Geschehen dominieren.

Ein weiteres Risiko offenbaren die Daten beim Einsatz generativer KI: 91 Prozent der Unternehmen, die regelmäßig GenAI-Tools nutzen, waren von Risiken der Informationspreisgabe betroffen. Durchschnittlich verwenden Organisationen neun verschiedene KI-Werkzeuge, ohne dass entsprechende Sicherheits- und Governance-Strukturen mithalten. Jeder 25. KI-Prompt stellte ein hohes Risiko für die Offenlegung sensibler Daten dar, was auf mangelnde Kontrollen beim Rollout von Generative-AI-Lösungen hindeutet.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 16. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.1.

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