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Trump-Xi-Gipfel: Große Versprechen, magere Ergebnisse

Auf den Punkt: Trump traf sich mit Xi Jinping in Peking, kündigte aber nur wenige konkrete Abkommen an. Der Sojabohnen- und Boeing-Verkauf wurden vage präsentiert, während Peking diese nicht bestätigte. Kontrovers: Trump signalisierte Offenheit für eine Neuüberprüfung von Waffenverkäufen an Taiwan, was gegen langjährige US-Politik verstößt.

Bei seinem zweitägigen Besuch in Peking erschien US-Präsident Donald Trump zufrieden mit den Diskussionen mit dem chinesischen Führer Xi Jinping. Doch wie viel die beiden Seiten tatsächlich vereinbart haben, bleibt unklar. Bei einer Pressekonferenz an Bord der Air Force One offenbarte Trump nur wenige konkrete Abkommen.

Während seiner Rückreise in die USA gab Trump kaum substanzielle Vereinbarungen preis. Bei der Sojabohnen-Vereinbarung beschränkte sich Trump auf vage Zusicherungen, dass China „Milliarden Dollar” an Produkten kaufen werde. Den Verkauf von 200 Boeing-Flugzeugen präsentierte er als Erfolg, obwohl dies weniger als die Hälfte der Erwartungen von Analysten darstellt. Peking hat beide Abkommen bislang nicht bestätigt, Boeing äußerte sich nicht dazu.

Trump bestätigte, dass die beiden Führungspersonen über eine mögliche Zusammenarbeit bei „Schutzvorrichtungen” für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz gesprochen hatten. Entgegen Zusicherungen des Weißen Hauses, dass die Taiwan-Politik nicht auf der Tagesordnung stehe, offenbarte Trump, dass die beiden Seiten das US-Verhältnis zu der Insel ausführlich erörtert hatten.

Besonders kontrovers: Trump signalisierte Offenheit dafür, die US-Waffenverkäufe an Taiwan zu überdenken – eine langjährige chinesische Forderung. Dies widerspricht Washingtons traditionellem Bekenntnis, die Insel mit Defensivwaffen gegen mögliche chinesische Angriffe zu versorgen. „Ich werde in absehbarer Zeit eine Entscheidung treffen”, sagte Trump.

Das von Trump angekündigte „monumentale Ereignis” blieb aus. Stattdessen entstand ein fragiles, aber stabiles Handels-Abkommen – weit entfernt vom Handelskrieg des Vorjahres. Die Trump-Administration erreichte ihr Hauptziel: den Status quo bewahren, bei dem die Zölle auf chinesische Waren weltweit vergleichbar ausfallen.

Nach Einschätzung von Craig Singleton, China-Experte beim konservativen Think Tank Foundation for Defense of Democracies, „lieferte der Gipfel begrenzte, präsentable und kontrollierte Ergebnisse – etwa so viel, wie die US-chinesische Beziehung derzeit vertragen kann.”

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